13.02.2025 Hannah Kuck
Share2025 wird das Jahr, in dem die Verankerung künstlicher Intelligenz (KI) in Geschäftsprozessen zum entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg wird. Besonders die Entwicklungen in den Bereichen Decision Intelligence, semantische Suche und Agentic AI eröffnen neue Möglichkeiten, um Effizienz und Flexibilität in unternehmenskritischen Prozessen maßgeblich zu erhöhen.
Welche KI-Trends 2025 den größten Einfluss haben werden und wie sie die Geschäftswelt grundlegend verändern, erfahren Sie hier.
1. KI in den Prozessen verankern
2025 wird der gezielte Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Optimierung von Unternehmensabläufen maßgeblich an Dynamik gewinnen. Das zeigen auch aktuelle Berichte bekannter Analysten wie Gartner. Wir stehen vor einer Transformation, die weit über den bloßen Einsatz von KI-basierten Chatbots etwa im Kundensupport hinausgeht. Unternehmen werden KI gezielt in ihren geschäftskritischen Prozessen, etwa in der Logistik oder Produktion, einsetzen, zum Beispiel um Qualitätssteigerungen und Durchlaufoptimierungen zu erzielen.
Hier liegt der eigentliche, noch ungehobene Schatz unternehmerischer KI-Anwendungen. Stichwort: Decision Intelligence. KI-Technologien für die Optimierung von Geschäftsprozessen erlauben schnellere, präzisere Entscheidungsfindung in operativen und taktischen Prozessen. Sie befähigen ihre Nutzer, insgesamt kostengünstiger, effizienter und effektiver zu agieren.
2. Agentic AI: KI-Systeme auf dem Weg zur Eigenständigkeit
Eine weitere vielversprechende Innovation ist der Einsatz von Agentic AI – das sind fortschrittliche KI-Systeme, die als „Agenten“ mit einem hohen Maß an Eigenständigkeit spezifische Aufgaben übernehmen, dafür Probleme lösen oder sogar Ziele verfolgen können. Ein zentrales Anwendungsfeld ist die Automatisierung, insbesondere die Koordination verschiedener Softwaresysteme oder Apps, um komplexe Prozesse zu bewältigen.
Aktuell wird auch an KI-Agenten gearbeitet, die Benutzeroberflächen lesen und so Prozesse autonom steuern können. Dies ermöglicht die Verbindung von Systemen und Apps auf einem völlig neuen Niveau. Solche Agenten könnten beispielsweise Managerinnen und Manager bei strategischen Fragestellungen unterstützen, indem sie Daten aufbereiten, Entscheidungen vorbereiten oder Lösungen für komplexe Probleme vorschlagen.
3. Semantische Suche im Unternehmenskontext
Von klassischen Trefferlisten der Internetsuche hin zu direkten, natürlichsprachlichen Antworten – die Art, wie wir nach Informationen suchen, verändert sich grundlegend. Diese Entwicklung, die viele bereits im privaten Alltag erleben, wird bald auch Einzug in die Geschäftswelt erhalten. Auf großen Sprachmodellen basierende Suchmaschinen durchforsten Inhalte nicht mehr nach Keywords, sondern finden im gesamten semantischen Umfeld einer Suchanfrage ausformulierte Antworten im richtigen Kontext – KI-gestützte Suchmaschinen wie Perplexity.ai machen es vor.
Wir werden uns auch in Unternehmen daran gewöhnen, Dokumente und Datenbanken mittels KI-Unterstützung zu durchsuchen, um schnell und zielgenau Wissen abzugreifen. In naher Zukunft können wir mit leistungsfähigen Enterprise-Suchlösungen rechnen, die auf Basis einer semantischen Indizierung von Datenbeständen arbeiten und so möglichst einfach effektiv per Spracheingabe bedient werden können.
4. Natürlichsprachliche Bedienung setzt neue Standards
Ein weiterer spannender Trend ist die Weiterentwicklung der natürlichsprachlichen Interaktion, angeführt von Technologien wie dem Advanced Voice Mode (AVM) von ChatGPT. Die sprachbasierte Steuerung von Software wird unseren Umgang mit Computern und Maschinen von Grund auf verändern. Diese Neuerung könnte künftig zur Standardbedienung von Mobilgeräten und Desktops werden und uns in naher Zukunft intuitiver mit unseren Geräten interagieren lassen als je zuvor – auch bei der Steuerung komplexer Business-Software.
Ein Ausblick auf 2025 und die Rolle der Unternehmen
KI-Technologien werden ein selbstverständlicher Bestandteil von Software. KI könnte daher als eine Art „Digitalisierung 2.0“ angesehen werden. Nach den viel diskutierten Anwendungen von KI im Marketing, bei Übersetzungen oder auch der Programmierung kommt sie nun in der Industrie an. Sie wird Prozesse zunehmend automatisiert planen, steuern und optimieren. Daher werden sich KI-Lösungen und -Anbieter künftig noch stärker nach spezifischen Einsatzgebieten ausdifferenzieren und an die jeweiligen Bedürfnisse einzelner Branchen und Tätigkeitsfelder angepasst werden (oder sich selbst anpassen).
Wir sind uns sicher, dass die beschriebenen Trends eine tiefgreifende Wirkung auf alle Wirtschaftsbereiche haben werden: Unternehmen, die auf diese Trends setzen, werden nicht nur ihre Effizienz steigern, sondern sich auch strategisch für die digitale Zukunft rüsten. Die kommende Entwicklung hin zu spezialisierter KI und Agenten, kombiniert mit neuen Suchtechnologien und natürlichsprachlicher Bedienung, bietet enormes Potenzial.
ÜBER UNSERE EXPERT:INNEN
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Hannah Kuck
Corporate Communications Managerin
Hannah Kuck ist seit August 2024 als Corporate Communications Managerin im Corporate Marketing bei INFORM tätig. Mit einer Leidenschaft für kreative und wirkungsvolle Kommunikation gestaltet sie verschiedene Bereiche der Unternehmenskommunikation mit – von Pressearbeit über Content Creation bis hin zu Storytelling.